Es kommt nicht von ungefähr, dass die größten Geschichten der Menschheit von der Überwindung großer Hoffnungslosigkeit handeln. Der amerikanische Philosoph Ralph Waldo Emerson sagte einst “A hero is no braver than an ordinary man, but he is brave five minutes longer.” Vielleicht stehen Helden oft physikalisch Monstern gegenüber, aber der eigentliche Drahtzieher, ihr eigentlicher Feind ist die Hoffnungslosigkeit.

Dieser Heldenmut gegen die Hoffnungslosigkeit folgt aus festem Glauben. Was ist aber der Glaube? Er ist eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht. Dieser Glaube treibt beispielsweise Aragorn an, den von Hoffnungslosigkeit gesteuerten Boten von Mordor verstummen zu lassen. Dieser Glaube lässt Aragorn “für Frodo” gegen eine Übermacht in den aussichtslosen Kampf entgegenlaufen.

Ganz schön impulsiv, dickköpfig, selbstmörderisch. Sollten Leiter so handeln? Ich bin mir nicht sicher. Allerdings weiß ich, dass es diese Aktion ist, die Frodo den Weg ebnet. Es gibt immer wieder Momente in meinem Leben, in denen ich aufgeben will, aber immer wieder entdecke ich auch, dass in mir eine Hoffnung schlummert.

Wenn ich diese Hoffnung ergreife, bekomme ich plötzlich neue Kraft. Da scheint Pandora also durchaus die Wahrheit gesagt zu haben. Und auch in der Bibel werden wir aufgefordert: Wir wollen unbeirrbar an der Hoffnung festhalten, zu der wir uns bekennen. Denn auf Gott ist Verlass; er hält, was er zugesagt hat. (Hebräer 10,23)

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